Die neueste ESPHome-Version liefert eine Reihe von Verbesserungen, die besonders für Selbsthoster und Entwickler interessant sind. Im Build-System wurden die mitgelieferten esphome-device-builder auf Version 1.7.0 aktualisiert. Zudem berücksichtigt der native ESP-IDF-Build nun das compile_process_limit, um die Parallelität beim Kompilieren besser zu steuern. Auch die Unterstützung für zusätzliche C++-Quelldateiendungen (.cc, .cxx, .c++) wurde ergänzt, was die Integration eigener Komponenten erleichtert. Ein Fehler bei der Aktualisierung von Git-Submodulen im esp-idf-Toolchain wurde behoben.
Bei der Konnektivität gab es mehrere wichtige Anpassungen. Die WLAN-Scan-Ergebnisse werden jetzt threadsicher zwischen dem Scan-Task und dem Captive-Portal-Webtask geteilt, was potenzielle Abstürze verhindert. Im Captive-Portal wird die SSID nun bei der JSON-Erstellung korrekt escaped, sodass Sonderzeichen keine Probleme mehr bereiten. Eine bedeutende Änderung betrifft den Ethernet-Chip ENC28J60: Hier wurde die SPI-CS-Haltezeit gesetzt, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen – diese Änderung ist jedoch als „breaking change“ gekennzeichnet, sodass Anwender ihre Konfiguration prüfen sollten.
Weitere Neuerungen: Der BLE-Scan auf ESP32 wurde verbessert, indem das Ereignis ESP_GAP_BLE_SCAN_RSP_DATA_RAW_SET_COMPLETE_EVT nun an die GAP-Handler weitergeleitet wird. Für binäre Lichter (binary light) wurde ein Fehler behoben, sodass sie bei Helligkeit 0 nun korrekt als „aus“ gelten. Zudem wurden die lokalen Assets des Webservers auf den Stand vom 28. Juli 2026 aktualisiert, was die Weboberfläche modernisiert und mögliche Darstellungsfehler korrigiert.
Insgesamt bietet dieses Update mehr Stabilität und Flexibilität für ESPHome-Nutzer, die ihre eigenen Umgebungen betreiben.



