In der SAP Extended Passport (EPP)-Verarbeitung wurde eine Schwachstelle entdeckt, die eine Remotecodeausführung ermöglichen könnte. Die SAP Extended Passport (EPP)-Verarbeitung ist eine zentrale Systemdatenstruktur und ein Tracing-Mechanismus im SAP-Kernel-Code und dient dazu, die Ende-zu-Ende-Kommunikation über verteilte SAP- und Nicht-SAP-Landschaften hinweg zu verfolgen, zu protokollieren und zu überwachen. Sie wird automatisch beim Öffnen einer neuen Benutzersitzung erzeugt und wandert über Kommunikationsprotokolle wie RFC (Remote Function Call) und HTTP vom Client zum Server. Onapsis erläuterte, dass die Schwachstelle aufgrund des gemeinsam genutzten Kernel-Codes der EPP-Verarbeitung sowohl von der SAP-GUI-Schicht, mit der sich jeder Endbenutzer verbindet, als auch von der RFC-Schicht, die SAP-Systeme miteinander verbindet, aus erreichbar ist. Der Fehler ist ohne Authentifizierung aus der Ferne ausnutzbar und standardmäßig in einer Reihe von SAP-Komponenten vorhanden. Eine erfolgreiche Ausnutzung dieser Schwachstelle kann es einem entfernten Angreifer ermöglichen, beliebige Betriebssystembefehle auf dem SAP-Host mit SAP-Administratorrechten auszuführen, was zu einer vollständigen Kompromittierung der zugrunde liegenden SAP-Geschäftsdaten und -prozesse führt.
Schwachstelle in SAP Extended Passport ermöglicht Remotecodeausführung



